Interview mit Georg Adamah

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 😊

Hallo liebe Bianca, sehr gerne 

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich heiße Georg Adamah und wurde 1964 in einem kleinen Dorf im Fränkischen geboren. Nach dem Abitur habe ich Volkwirtschaft, Politikwissenschaften, Psychologie und Soziologie studiert und anschließend in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Danach hab ich mehrere Jahre bei der Deutschen Bundesbank und bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gearbeitet, bevor ich mich selbständig gemacht habe. Im Zusammenhang mit den Geschehnissen um die Verschuldungskrise südeuropäischer Staaten hatte ich ein bisschen Pech. Inzwischen lebe ich sehr zurückgezogen auf einem Bauernhof irgendwo im Nürnberger Land. 

Seit wann schreibst du? 

Mit dem Schreiben habe ich vor etwa vier Jahren angefangen.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich brauchte dringend Geld und mir fiel nichts Besseres ein.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Wie gesagt, ich hatte 2013 ein bisschen Pech und brauchte dringend Geld und damals dachte ich, dass Romane zu schreiben, eine gute Idee wäre.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Bislang nur „Liliths Töchter, Adams Söhne“ (bei redrum books, das Buch wurde vorher unter dem Titel „Die Sonne über dem südlichen Wendekreis“ im Self-publishing bei Books on Demand (Bod) veröffentlicht).

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Natürlich sind Recherchen für einen guten Autor unverzichtbar, und sei es nur um den Kontext seiner Geschichte anzureichern. Auch für „Liliths Töchter, Adams Söhne“ musste ich in verschiedenen Detailfragen recherchieren, zum Beispiel wer eigentlich dieses markante Solo in dem Song „The sun goes down“ von Thin Lizzy spielt und auf welcher Gitarre.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten würde ich in einer einsamen Strandbar irgendwo am Mittelmeer schreiben, wo ich die Brandung höre und den Wellen zusehen kann. Neben mir ein Campari mit Eis und ein Cappuccino. ... Soweit ist es aber leider noch nicht...

Im Moment schreibe ich am liebsten in meinem Arbeitszimmer in meiner Wohnung in Rabenstein bei stimmungsvoller Musik.

Wobei ich ehrlicherweise ergänzen muss, dass ich es hasse zu schreiben. Ich hasse es wirklich. Ich bin kein Anhänger dieser romantischen Vorstellung vom Schreiben. Für mich ist es ein qualvoller, schwer erträglicher Prozess. Schreiben laugt mich aus. Mit zunehmender Zeit besetzt mich das Buch, das ich schreibe, fast wie ein Dämon. Und irgendwann fühle ich mich völlig blutleer. Ausgebrannt. 

Hast Du ein festes Schreibritual?

Kein zwanghaftes. Tasse Kaffee und gute Musik helfen.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich arbeite an einer Fortsetzung von „Liliths Töchter, Adams Söhne“. Die Story von Dschordsch geht weiter. Und sie wird noch unerwartete Wendungen nehmen. Redrum wird demnächst eine Kurzgeschichte von mir veröffentlichen, die schon mal ein bisschen auf das, was kommt, einstimmen soll.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Vielleicht Hemingway, Steinbeck oder Bukowski, obwohl es gefährlich ist, an dieser Stelle jemanden herauszuheben.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

John Maynard Keynes: The general theory of employment, interest and money.

John Steinbeck: Die Früchte des Zorns

Nicolai Gogol: Die toten Seelen

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Trinken, Sex, Musik hören (alles von Klassik, Jazz, Pop, Rock bis Metal), malen, in irgendeinem Café abhängen und ausgiebig Zeitung lesen, flirten, ins Kino gehen, essen gehen, in Kneipen am Tresen abhängen, Fußballspiele ansehen ...

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest? 

Ich würde mir wünschen, dass wir in einer Welt leben, in der die wichtigsten Führungspositionen tatsächlich von den fähigsten Köpfen besetzt sind. Im Augenblick fühle ich ein gewisses Unbehagen in dieser Hinsicht.

Ich wäre gerne so reich, dass ich allen meinen Freunden ein sorgenfreies Leben garantieren könnte. Insofern: Kauft bitte mein Buch!!!

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Bücher sind im Grunde ja auch eine Form der Kommunikation. Und Kommunikation ist immer zweiseitig. Insofern ist mir das Feedback von den Lesern schon sehr wichtig. Es macht auch Spaß sich mit Lesern auszutauschen und ist immer interessant und inspirierend zu erfahren, wie andere das von einem selbst Geschriebene verstehen. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich würde gerne noch einen Filmtipp loswerden: Snowpiercer. Der Film ist eine wunderbare Parabel auf unsere moderne Welt. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der Menschen, die nicht das Glück hatten, in einer prosperierenden und friedlichen Weltgegend geboren worden zu sein, sich auf den Weg zu uns machen, sollten wir nicht vergessen, dass Krieg, Gewalt, Not und Unterdrückung diese Menschen gezwungen hat, ihre Heimat zu verlassen und dass die letzten 200 Jahre Wohlstand, die hinter uns liegen, auf dem Rücken dieser Menschen herbeigeführt wurden.

Danke für die Gelegenheit für dieses Interview. 


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