Interview mit Alexander C. Christian

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten ūüėä

Na gerne doch! Vielen Dank f√ľr diese Gelegenheit!

Magst du den Lesern kurz etwas √ľber dich erz√§hlen?

Mein Autoren-Pseudonym ist Alexander C. Christian, ich habe lediglich meinen echten Nachnamen weggelassen, weil ich im 

Zeugenschutzprogramm bin - nur Spaß! Ich bin 28 Jahre alt, lebe in Berlin und habe vor kurzem meinen Master-Abschluss in 

Sinologie gemacht. Momentan wage ich einen Berufseinstieg in der Online-Kommunikation bzw. Online-Redaktionsarbeit, mein 

Traum-Karriereweg, da hier das Recherchieren und Texten im Vordergrund steht.

Seit wann schreibst du? 

Meine ersten Schreibversuche habe ich mit 12 gemacht. Daraufhin folgten viele weitere, aber jedes Mal bin ich an der bösen 

20-Seiten-H√ľrde gescheitert. Dadurch haben sich im Laufe der Jahre viele Story-Ideen angesammelt, die immer noch in meinen¬†

Notizb√ľchern auf ihre Umsetzung warten. Wirklich ernsthaft angefangen habe ich mit 23.

Wie bist du zum B√ľcher schreiben gekommen?¬†

Nach vielen Story-Projekten, die im Sand verlaufen waren, hatte ich eines Tages ein Gespräch mit einem ehemaligen Schulkameraden. 

Irgendwann kamen wir auf das Thema B√ľcherschreiben und stellten fest, dass wir beide im selben Boot sa√üen: Wir hatten mehrfach¬†

mit dem Schreiben angefangen, nach einer Weile aber immer wieder die Motivation verloren und aufgegeben. An diesem Tag schlossen 

wir eine Abmachung: Wir w√ľrden monatlich ein neues Kapitel zu Papier bringen und es uns dann beim n√§chsten Treffen gegenseitig¬†

vorlesen, um Feedback zu erhalten. So wurden unsere "Kreativ-Treffs" geboren, die wir bis heute immer noch (aber weniger regelmäßig) 

auch mit anderen Autoren abhalten. Er war somit mein erster Schreib-Buddy und ist ma√ügeblich daf√ľr verantwortlich, dass mein¬†

Erstlingswerk √ľberhaupt zustande gekommen ist. Ich bin ihm sehr dankbar daf√ľr.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Interessanterweise erst nach der Veröffentlichung meines ersten Buches. Familienmitglieder, Freunde und Bekannte, die es gelesen 

hatten, lagen mir schon seit langem in den Ohren, dass ich mich als Autor versuchen sollte. Wirklich zu mir durchgesickert ist es  

aber erst, als wildfremde Menschen mein Buch lasen, Rezensionen schrieben und dar√ľber posteten.

Welche B√ľcher hast du bisher ver√∂ffentlicht?

Im August letzten Jahres habe ich mein Erstlingswerk veröffentlicht: THE BITING - ERSTER GANG: MENSCHLICHKEIT ist der erste Teil 

einer dystopischen Roman-Trilogie. Es geht um eine deutsche Familie, die während des "posthumanen Kriegs" um ihr körperliches 

und geistiges Überleben kämpft. Als einem Familienmitglieder ein grauenvolles Schicksal widerfährt, wird der Zusammenhalt der Sippe 

auf eine harte Probe gestellt. THE BITING geht das populäre Zombie-Genre unkonventionell an und erzählt eine anspruchsvolle 

Geschichte von Verantwortung, Familienbande und Menschlichkeit. Der Roman ist als Taschenbuch und E-Book auf Amazon erhältlich. 

Hast du f√ľr deine B√ľcher recherchiert?¬†

Oh ja, und wie! Da der Plot meines Romans in der realen Welt und an größtenteils realen Orten spielt, habe ich eine Menge Recherche 

in die Konzipierung einfließen lassen, bevor ich mit dem Schreiben begonnen habe. Ich wollte einfach vermeiden, dieselben Klischees, 

Logiklöcher und Fehler in meinem Herzensprojekt einzubringen, die mich in zahlreichen Filmen immer regelrecht zur Weißglut treiben. 

Das hat eine Menge Zeit gefressen, aber dadurch weiß ich jetzt wenigstens, wie man eine Schusswunde operiert, wie die 

Rängehierarchie des deutschen und amerikanischen Militärs funktioniert, wie man einen Herzkatheter legt, uvm.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten draußen in unserem Garten. Im Winter mache ich es mir im Bett bequem. Wenn ich einen spezifischen Ort nennen soll: Vor 

zwei Jahren habe ich mit meinem besten Freund und seiner Familie in einem Ferienhaus an der d√§nischen K√ľste Urlaub gemacht. Da¬†

hatten wir diesen genialen Sommergarten. Nirgendwo habe ich bisher so viele Seiten in so kurzer Zeit aufs Papier gebracht wie dort.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Konzept-Notizen ausdrucken, einen bequemen Platz suchen, Verpflegung und Getränke bereitstellen und Musik auf die Ohren. Ich habe 

eine st√§ndig wachsende Playlist mit instrumentalen Songs und den Soundtracks meiner Lieblingsfilme parat. Musik ist f√ľr mich extrem¬†

wichtig, denn die Melodien und der Rhythmus helfen mir, meine Gedanken im Fluss zu halten.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Aktuell arbeite ich an THE BITING - ZWEITER GANG: HOFFNUNG. Um die Wartezeit bis dahin zu √ľberbr√ľcken, ver√∂ffentliche ich im Moment¬†

einen kostenlosen Fortsetzungs-Kurzroman auf Instagram, Facebook und Snipsl: FARLAND ist ein Spin-Off meiner Original-Trilogie 

und erz√§hlt die Geschichte des titelgebenden Bogensch√ľtzen, der im postapokalyptischen Edinburgh auf einer unsagbar wichtigen¬†

Mission ist. Doch Farland sieht die Realität nicht, wie sie ist. Was er sieht, ist eine fantastische Welt, durchzogen von Magie, 

regiert von Königreichen und heimgesucht von mythischen Kreaturen - und er ist der strahlende Held.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Was meinen Schreibstil anbelangt, hat mich Scheibenwelt-Schöpfer Terry Pratchett (Lieblingsbuch: "Gevatter Tod") am 

meisten inspiriert. Seine immens cleveren Wortspielereien, Assoziationsgebilde und sein intelligenter Meta-Humor sind einzigartig.

Was sind deine Lieblingsb√ľcher und Lieblingsautoren?¬†

Stephen King (Lieblingsbuch: "Das Mädchen") und Max Brooks (Lieblingsbuch: "World War Z") gehören ganz oben auf die Liste meiner 

Lieblingsautoren. Empfehlenswerte B√ľcher sind au√üerdem: "Vaterland" von Robert Harris, "Vampir Ltd." von Josef Nesvadba und (fast)¬†

alle Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich bin ein riesiger Filmenthusiast und dazu noch ein Komplettionist, weshalb ich mit Bestimmtheit sagen kann, bis heute genau 1852 

Filme gesehen habe. Mich interessiert jedes Genre, einen besonderen Faible habe ich aber f√ľr Horrorfilme. Dementsprechend mache ich¬†

auch oft Filmabende mit Freunden oder gehe ins Kino. Zeichnen (vorrangig digital) und Schreiben haben f√ľr mich etwas Meditatives.¬†

Dar√ľber hinaus reise ich gern, wenn mich die Globetrotter unter meinen Freunden erst mal dazu motivieren. Bei St√§dtereisen und¬†

Roadtrips gehe ich gern auf eigene Faust entdecken, anstatt einen Tourguide zu nehmen. Der Vollständigkeit halber: Ab und an spiele 

ich auch gern mit meinen Freunden online.

Verr√§tst du einen deiner W√ľnsche f√ľr deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erf√ľllen m√∂chtest?¬†

Mein vorrangiger Wunsch ist es, in meinem Leben √∂fter gl√ľcklich als ungl√ľcklich zu sein. Dar√ľber hinaus habe ich eine ziemlich¬†

lange Bucket List mit Dingen, die ich noch tun möchte, darunter nach Neuseeland reisen, Paragliden, durch Tibet pilgern, 

eine Ritterr√ľstung tragen, Scuba-Tauchen uvm. Diesen Sommer werde ich wieder etwas von dieser Liste streichen k√∂nnen, denn ein¬†

Freund hat mir einen Gutschein f√ľr einen Quad-Ausflug geschenkt.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Gibt es etwas Wichtigeres? Ich meine: Nat√ľrlich schreibe ich meine Geschichten vorrangig, weil ICH sie lesen will. Aber es ist mir¬†

immer eine ganz besondere Ehre, wenn andere sich von ihnen unterhalten f√ľhlen und mir das auch offenherzig mitteilen. Selbst √ľber¬†

Kritik sollte man sich als Autor freuen, solange sie konstruktiv ist und dabei hilft, sich selbst zu verbessern. Ich bitte meine 

Leser darum immer um ihre absolut ehrlichen Meinungen.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Glaubt an euch, denn jeder kann "der Eine unter Millionen" sein!


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