Interview mit Lisa Lercher

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten ­čśŐ

Magst du den Lesern kurz etwas ├╝ber dich erz├Ąhlen?

Ich bin gelernte Erziehungswissenschaftlerin, wohne seit vielen Jahren in Wien und verdiene meinen Lebensunterhalt ├╝berwiegend als Referentin in einem Ministerium. Man sagt mir nach, dass ich viel schwarzen Humor habe, den ich in meine Krimis verpacke. Privat bin ich gl├╝cklich vergeben, habe vier absolut gro├čartige Nichten und werde im Juli "Beute-Oma"- das sind jene Gro├čm├╝tter, die Stiefkinder als zus├Ątzliche Oma erbeuten.┬á

Seit wann schreibst du?

Ich habe schon als Jugendliche Texte verfasst - zumeist Stimmungsbilder in Gedichtform und Kurzgeschichten. 

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe mit Sachb├╝chern zu meinem Themenschwerpunkt "Gewalt in der Familie" begonnen, dabei ist der Wunsch gewachsen, Belletristik zu schreiben.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Nachdem die erste Geschichte verlegt wurde wusste ich, dass ich weitermachen will.

Welche B├╝cher hast du bisher ver├Âffentlicht?

Faule Marillen (2015)

Mord im besten Alter (2013)

Zornige V├Ąter (2010)

besser tot als nie (Kurzgeschichtenband, 2008)

Die Mutprobe (2006 - wurde 2010 verfilmt)

Ausgedient (2004)

Der Tote im Stall (2002)

Der letzte Akt (2001)

Viele Kurzgeschichten in div. Anthologien

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Immer und gern. Das macht mir besonders viel Spa├č. Zum einen fahre ich zu den Schaupl├Ątzen, um Eindr├╝cke zu sammeln, zum anderen habe ich inzwischen viele Kontakte zu Fachleuten, die mir bei speziellen Fragen helfen.

Wo schreibst du am liebsten?

In meinen vier W├Ąnden.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Ich nehme mir von meinem Brotberuf Urlaub und ziehe mich komplett zur├╝ck. Je l├Ąnger meine Schreibzeit dauert, desto besser kann ich in das jeweilige Projekt eintauchen. Wenn es gut l├Ąuft, begleiten mich meine Figuren durch Tag und Nacht, sodass es sein kann, dass ich mitten in der Nacht mit neuen Ideen aufwache und diese auch sofort aufschreibe.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Ich arbeite derzeit an einer Folgegeschichte zu meinem Wachaukrimi "Faule Marillen", die 2018 erscheinen soll.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Die gibt es immer wieder. Ich lese ein Buch nicht nur als "Konsumentin" sondern auch als "Handwerkerin" und bin immer interessiert, mein Repertoire mit neuen M├Âglichkeiten, eine Geschichte zu erz├Ąhlen, zu erweitern.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich bin beim Lesen eine "Allesfresserin". Ich lese immer mehrere B├╝cher gleichzeitig und mag knackige Kurzgeschichten ebenso wie dicke Romane mit verschlungenen Handlungsstr├Ąngen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

lesen, stricken, kochen, wandern, Rad fahren, walken, thermen ...

Verr├Ątst du einen deiner W├╝nsche f├╝r deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erf├╝llen m├Âchtest?┬á

Ich h├Ątte gern ein eigenes Schreib(Arbeits)zimmer mit meinem Schreibtisch am Fenster mit Blick auf die Donau oder einen See (Meer w├Ąre auch ok, haben wir aber in ├ľsterreich nicht) - erfreulich ist, dass ich zumindest den Schreibtisch bereits besitze.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Ich habe mit meinem j├╝ngsten Buch in einem Forum an einer Leserunde teilgenommen - das hat mir sehr gut gefallen, vor allem, weil ich R├╝ckmeldungen von LeserInnen bekommen habe, die ich nicht pers├Ânlich kenne. Feedback von TestleserInnen hol ich mir immer, wenn ich die Erstfassung eines Manuskripts fertig habe. Diese R├╝ckmeldungen sind f├╝r die ├ťberarbeitung eines Textes f├╝r mich wichtig.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich w├╝nsche euch noch viele sch├Âne Stunden in Gesellschaft guter, lustiger und unterhaltsamer B├╝cher - sei es am Strand, im Liegestuhl, in der H├Ąngematte oder unter einer kuscheligen Decke auf der Couch.


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