Interview mit Denise Bormann-Ervens

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten ­čśŐ

Danke f├╝r die M├Âglichkeit mich vorzustellen, liebe Bianca!

Magst du den Lesern kurz etwas ├╝ber dich erz├Ąhlen?

Gerne! Ich bin 36 Jahre alt, verheiratet, von Beruf Kommunalbeamtin und wohne am sch├Ânen Niederrhein, wenige Kilometer von der niederl├Ąndischen Grenze entfernt. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und geblieben. Ich lese gerne und bin da "altmodisch", hab also B├╝cher in den Schr├Ąnken stehen. Und es werden immer mehr und mehr. Lesen bedeutet f├╝r mich vom Alltag abzuschalten und mich zu entspannen. Meistens lese ich Krimis, aber ich verweigere mich anderen B├╝chern nicht vollst├Ąndig┬á.┬á

Seit wann schreibst du? 

Ernsthaft mit dem Schreiben besch├Ąftige ich mich nun seit etwa drei Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Die Idee, ein eigenes Buch - oder auch mehrere - zu schreiben, hatte ich schon als Sch├╝lerin. Aber ich habe es nie umgesetzt. Mir fehlte die entscheidende Inspiration f├╝r die Charaktere und daf├╝r, in welchem Umfeld meine Handlung spielen sollte. Aber die Idee ist all die Zeit in meinem Hinterkopf geblieben und immer wieder aufgeflammt. Und dann stand es irgendwann einfach fest. Ich wollte Dartkrimis schreiben. Und als ich den Probedruck meines Buches in den H├Ąnden hielt, da war ich einfach gl├╝cklich. Gl├╝cklich und auch stolz.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Ich schreibe ja nicht hauptberuflich. Wenn man so sagen will, ist das Schreiben ein Hobby. Ein Hobby, das nicht nur mir viel gibt, sondern hoffentlich auch meinen Leserinnen und Lesern, wenn sie einige sch├Âne Stunden mit meinen B├╝chern verbringen. Dass ich dieses Ziel, das ich ja schon viele Jahre hatte, wirklich verwirklichen w├╝rde, wurde mir bewusst, als ich im Urlaub in Carolinensiel auf einen Freund der Autorin Gaby Kaden traf, der wie sie im Museum arbeitet und auch schon in einem ihrer B├╝cher eine Rolle spielte. Als er mir ihre Geschichte als Autorin erz├Ąhlte, war ich mir zum ersten Mal sicher, dass ich es schaffen werde, B├╝cher zu schreiben und zu ver├Âffentlichen. Von da an stand fest, dass ich Autorin werden will. Wenn auch nur "Hobbyautorin" ­čśŐ

Welche B├╝cher hast du bisher ver├Âffentlicht?

Tod eines Walk-on-Girls

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, nat├╝rlich. Ich denke, dass die Recherche f├╝r jeden Autor beim Schreiben seiner B├╝cher dazugeh├Ârt, und ein wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses eines Buches ist. Und um vielleicht ein noch besseres Verst├Ąndnis f├╝r Kriminalit├Ąt zu entwickeln, habe ich mich vor etwa einem Monat zu einem Fernlehrgang der Kriminologie angemeldet.┬á

Wo schreibst du am liebsten?

├ťberall, wo es gem├╝tlich ist und ich mich wohl f├╝hle. Das kann bei gutem Wetter im Garten auf der Liege sein, im Urlaub im Strandkorb oder auch einfach auf der Couch, wenn es drau├čen kalt und regnerisch ist. Es ist dann f├╝r den Moment einfach der ideale Ort.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Eigentlich nicht. Das einzige ist, dass ich am Anfang noch nicht genau wei├č, wo ich am Ende auskommen werde. Am Anfang steht nur eine einzige Grundidee. Ich schreibe, und w├Ąhrend ich das tue, entwickelt sich der Plot immer weiter. Nebenstr├Ąnge ergeben sich und ich entwickel neue Charaktere. Und auch die Entscheidung, wer der T├Ąter ist, und warum, f├Ąllt erst w├Ąhrend des Schreibens. Und ich korrigiere und ├Ąndere so lange immer wieder ab, f├╝ge hinzu oder l├Âsche, bis ich zufrieden bin.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Zur Zeit schreibe ich an meinem zweiten Dartkrimi. Was ich verraten kann ist, dass ich glaube, dass es die M├Âglichkeit gibt, einen spannenden Krimi zu schreiben, der keinen Mord zur Haupthandlung hat. Und das m├Âchte ich in meinem zweiten Buch umsetzen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Ich denke, dass jeder Autor, dessen Bücher man liest, einen beeinflussen. Die unterschiedlichen Arten zu schreiben, den Plot aufzubauen, die verschiedenen Perspektiven, aus denen Autoren schreiben, all das hat mich beeinflusst, da mir als Leser das eine besser gefallen hat als das andere. 

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Eine abschlie├čende Aufz├Ąhlung w├╝rde definitiv den Rahmen sprengen, aber einige Namen m├Âchte ich - stellvertretend f├╝r viele andere tolle Autorinnen und Autoren - aufz├Ąhlen: Ben Aaronovitch, Lotte Minck, David Baldacci, Rita Falk, Gabi Kaden, Christiane Franke und Cornelia Kuhnert, Eoin Colfer. Und ich w├╝rde l├╝gen, wenn nicht auch J. K. Rowling in die Liste geh├Âren w├╝rde. Und wer auf gar keinen Fall fehlen darf: Mark Benecke.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Das Lesen br├Ąuchte ich an dieser Stelle wohl nicht mehr extra auff├╝hren, tue es aber trotzdem. Und nat├╝rlich schreiben. In meiner Freizeit mache ich zudem gerne St├Ądtetrips. Bei gutem Wetter bin ich gerne drau├čen. Der Garten und seine Gestaltung bereiten mir Freude. Aber auch gem├╝tliche Tage auf der Couch, mit einer Tasse hei├čem Kakao - nat├╝rlich mit Sahne - und einem St├╝ck Kuchen genie├če ich sehr.

Verr├Ątst du einen deiner W├╝nsche f├╝r deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erf├╝llen m├Âchtest?┬á

Ich würde gerne irgendwann einmal nach Ghana fliegen und mein Patenkind besuchen. 

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Feedback ist mir sehr wichtig. Gerade wenn das Buch den Lesern gefallen hat, ist das nat├╝rlich sehr sch├Ân zu h├Âren. Aber auch konstruktive Kritik ist hilfreich, um mich als Autorin weiterzuentwickeln. Ich wei├č, dass ich Schw├Ąchen habe, so wie jeder andere auch - bei mir ist es zum Beispiel die Kommasetzung. Aber nat├╝rlich ist es nicht leicht, mit negativen Kritiken umzugehen. Schlie├člich bin ich sehr stolz auf das, was ich geschrieben habe. Und es steckt viel Arbeit darin. Ich w├╝rde mich sehr freuen, wenn das bei Kritiken nie aus den Augen verloren wird.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich freue mich, das ihr meine Bücher lest und ich hoffe, dass ihr eine gute Zeit mit meinen Büchern habt. Und an alle, die den Dartsport noch nicht für sich entdeckt haben: Vielleicht nutzt ihr ja mal die Zeit, euch ein Dartsportevent im Fernsehen anzuschauen. Oder ein Turnier zu besuchen. Ich durfte live erleben, wie Adrian Lewis ein 9-Darter in Düsseldorf gelang. Das war einfach grandios! 


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