Interview mit Alexander Burkard

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 😊

Magst Du den Lesern kurz etwas über Dich erzählen

Ich heiße Alexander Burkard (ist also kein Pseudonym). Enge Freunde (und natürlich meine Leser 😊) dürfen mich auch Alex nennen. Ich lebe mit meiner Frau, meinem Sohn und meiner Tochter in Höchstadt an der Aisch. Geboren wurde ich aber im historischen Bamberg und aufgewachsen bin ich in Burgebrach (dem Tor zum Steigerwald).

Seit wann schreibst Du?

Ich schreibe seit meiner frühen Jugend. Damals schrieb ich Fantasy und Jugendkrimis. Leider gab es zu dieser Zeit kaum Möglichkeiten für ein "Kind", sich über professionelles Vermarkten eines Buches zu informieren. Und so wurde aus meinen handgeschriebenen Einsendungen bei Verlagen nichts. Auch die späteren Versuche (kartonweise Endlospapier aus dem Nadeldrucker) führten nicht zum Erfolg. Schade nur, dass diese Frühwerke heute nicht mehr existieren. Wahrscheinlich würde ich mich selbst kaputt lachen über meine kreativen Ergüsse von damals.

Wie bist Du zum Bücherschreiben gekommen?

Nun, bevor das Schreiben begann, war da das Erzählen. Schon im frühen Schulalter liebte ich es, mein Publikum (Klassenkameraden) mit ausgedachten Geschichten oder mit selbst geschriebenen Gedichten zu unterhalten. Noch bevor der Lehrer kam, stand ich vor der Tafel auf einem Stuhl und gab Diverses zum Besten. Meine Klassenkameraden waren begeistert – und auch ich freute mich jedes Mal wie ein Schneekönig über positive Resonanz.

Mein Schreibtalent, sofern ich überhaupt eines besitze (😊), bemerkte ich aber erst viel später. Nämlich dann, als im Deutschunterricht das Aufsatzschreiben aktuell wurde.

Das Talent half mir allerdings nicht weiter. Herr Burkard schrieb für sich.

Erst 2013, im Jahre des Herrn, als ich durch Zufall auf den Bestsellerautor Richard Dübell traf, den ich seither zu meinem Freundeskreis zählen darf, bemerkte ich, wie viel mir zum professionellen Schreiben eigentlich noch gefehlt hat. Richard war es, der mir zwei Jahre lang zu vermitteln versuchte, was eine gute Geschichte wirklich ausmacht. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.

Ab wann wusstest Du, dass Du Autor werden willst?

Dieser Wunsch ist seit meiner Kindheit in mir verankert und hat mich nie richtig losgelassen. Selbst in meiner Zeit der Abstinenz (Ausbildung, erste Freundin, Studium, beruflicher Aufstieg und zuletzt großer Frust über die Misserfolge) war dieser extrem starke Wunsch nie wirklich weg gewesen. 2013 kehrte er mit der Wucht eines Orkans zurück. Das war das Jahr, in dem ich einen Weltuntergangsthriller mit über 400 Seiten schrieb, um ihn dann in der Schublade zu vergraben und es 2014 lieber noch einmal mit einem Krimi zu versuchen. Die Geburtsstunde von "Niemand wird entkommen".

Welche Bücher hast Du bisher veröffentlicht?

Nach der Veröffentlichung betrachtet, ist der Kriminalthriller "Niemand wird entkommen" mein Erstling, wenngleich es natürlich nicht stimmt. Veröffentlicht wurde er vom Brighton Verlag® Ende 2016. Den ersten Satz dazu schrieb ich im Dezember 2014.

Hast Du für Deine Bücher recherchiert?

Ja, das habe ich. Was gar nicht so einfach war, denn die Polizei in Berlin hat 2013 ihre Autorenberatung eingestellt. Ich habe daher die Live-Recherche in Bayern gemacht und über das Internet dann versucht, die Unterschiede zu Berlin (Handlungsort) ausfindig zu machen und entsprechend richtig darzustellen.

Wo schreibst Du am liebsten?

Ideen trage ich immer und überall zusammen – selbst an den unmöglichsten Orten. Dazu trage ich stets Stift und Papier mit mir herum (also, fast immer!). Aber die richtige Fassung wird bei mir im Arbeitszimmer geschrieben. Klingt langweilig – aber da fühle ich mich wohl. Denn dort stehen auch meine Bücherregale, d.h. ich bin immer umringt von den Büchern großer Autoren. Das motiviert!

Hast Du ein festes Schreibritual?

Vor dem Schreiben hüpfe ich dreimal auf dem rechten Bein und klicke zeitgleich mit links die rechte Maustaste am Computer… 😊 Nein, natürlich nicht. Ein richtiges Schreibritual habe ich nicht. Allerdings schreibe ich die Rohfassung eines Kapitels meist ohne Rücksicht auf Verluste. Die Ideen entladen sich dabei mit einer ziemlichen Urgewalt. Mich wundert es, wie viel Tastaturen heutzutage aushalten. Spätestens am nächsten Tag muss ich dann Fehler und kuriose Satzbauten korrigieren, obwohl das Manuskript später ohnehin noch tausendmal überarbeitet wird.

Also habe ich vielleicht doch eine Art Schreibritual?

Hast Du ein neues Projekt, das Du uns jetzt schon verraten kannst?

Obwohl "Niemand wird entkommen" ein in sich abgeschlossener Krimithriller ist, soll die Geschichte um den Protagonisten Richard Wollert weitergehen. Daher auch der Untertitel "Ein-Richard-Wollert-Roman". Dies kennzeichnet den Seriencharakter. In meinem Kopf ist das nächste Buch übrigens schon fertig. Auch mit dem Schreiben habe ich auch schon begonnen. Ab wann er erhältlich sein wird, kann ich aber nicht sagen. Der Verlag muss ihn wollen, zudem bin ich mit meinen im Oktober 16 geborenen Zwillingen derzeit sehr gut ausgelastet.

Darüber hinaus habe ich noch einen Weltuntergangsthriller in der Schublade, der eher dem Genre Horror zuzuordnen ist.

Gibt es einen Autor, der Dein Schreiben beeinflusst hat?

Stephen King, Wolfgang Hohlbein, Sebastian Fitzek, Dan Brown, Marc Elsberg, Lee Child, Richard Dübell, Ken Follet, Dean Koontz, Richard Montanari, oh Gott, ich kann nicht mehr aufhören. Ja, tausende von Autoren haben mich beeinflusst. Denn ich bin zudem eine große Leseratte. Inwiefern sie mich in meinem Stil beeinflusst haben, kann ich nicht sagen. Einige davon sind aber richtige Idole für mich, denen ich seit meiner Kindheit nacheifere. Zum Beispiel eben Stephen King, den ich fast als Gottheit verehre. Genau aus diesem Grunde bestand meine größte Angst immer darin, ihn zu kopieren. Deshalb habe ich mich 2014 (Entstehungsjahr von "Niemand wird entkommen") dazu entschieden, das Genre Krimi und Thriller zu bedienen. Und was macht Herr King im gleichen Jahr?

Schreibt einen Krimi. Ganz toll!

Was sind Deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Die oben genannten Autoren lese ich regelmäßig. Sehr gerne lese ich aber auch viele Erstlingswerke, denn jeder hat eine Chance verdient. Ein Lieblingsbuch habe ich aber nicht. Mit guten Büchern verhält es sich wie mit den eigenen Kindern – man wird sich niemals dazu durchringen können, einen Liebling herauszustellen. Wenn die Frage aber lautet, welchen Autor ich am liebsten lese, dann lautet die Antwort: Stephen King und Sebastian Fitzek.

Was machst Du gerne in Deiner Freizeit?

Lesen, Schreiben, Windeln wechseln, Kinder füttern, Lesungen veranstalten, zur Arbeit gehen (oh, ich habe das Wort Freizeit überlesen) und nebenbei versuchen, meine Frau nicht zu vernachlässigen.

Verrätst Du einen Deiner Wünsche für Deine Zukunft oder einen Traum, den Du Dir noch erfüllen möchtest?

Ich habe mir alle Träume erfüllt: Tolle Frau, wunderbare Kinder, ein Eigenheim (dass es eigentlich der Bank gehört, zählt nicht!), einen tollen Job und meinen Kindheitstraum: Autor sein. Ich habe alles, was man braucht. Und für die Erfüllung weiterer Träume fehlt mir ehrlich gesagt langsam die Zeit. Allerdings wünsche ich mir eine Sache: Dass meine Familie und ich gesund bleiben.

Wie wichtig ist Dir das Feedback von Deinen Lesern?

Auf einer Skala von 1-10? Zweitausend!

Davon lebt der Autor. Er will unterhalten und freut sich über jede positive Resonanz. Und er will besser werden, daher ist auch Kritik wichtig.

Danke, dass Du meine Fragen beantwortet hast. Möchtest Du den Lesern noch etwas sagen?

Keep reading!


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