Interview mit Tony Leeven

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten ­čśŐ

Magst du den Lesern kurz etwas ├╝ber dich erz├Ąhlen?

Mein Name ist Tony Leeven. Das ist allerdings ein Pseudonym, das aus einem E-Book- und Self-Publisher-Experiment heraus entstanden ist. Ich habe unter meinem richtigen Namen schon zahlreiche B├╝cher in "normalen" Verlagen ver├Âffentlicht. Eins davon, das nicht sehr erfolgreich war und an dem ich die Rechte zur├╝ckbekam, habe ich unter Pseudonym als Self-Publisher mit neuem Cover und dem neuen Titel "Das Geheimnis des Kardinals" als E-Book ver├Âffentlicht, und es wurde auf Anhieb ein Bestseller, der auf Platz 1 im Kindle-Shop landete und wochenlang in den Top-Ten blieb. Der M├╝nchner Allitera-Verlag hat dann auch eine Neuauflage als Taschenbuch herausgegeben. Manche klassische Verlage sind immer noch skeptisch, was Self-Publisher angeht. Deshalb soll Tony Leeven auch vorerst ein Pseudonym bleiben. ┬á

Seit wann schreibst du? 

Als Tony Leeven ist mein erstes Buch 2014 erschienen. Ich schreibe aber schon seit 25 Jahren.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen? 

Ich habe selbst schon als Kind immer gerne und viel gelesen, vor allem Krimis nat├╝rlich. F├╝r die Sch├╝lerzeitung habe ich dann mal Kurzgeschichten geschrieben. Sp├Ątestens da habe ich gemerkt, dass das Schreiben mir Spa├č macht.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst?  

Das war kein exakter Zeitpunkt. Als zum ersten Mal ein Verlag ein Manuskript von mir als Buch ver├Âffentlichen wollte und ich einen "Autorenvertrag" unterschreiben sollte, war das wohl der Moment, ab dem ich mich "Autor" nennen durfte.

Welche B├╝cher hast du bisher ver├Âffentlicht?

2014 erschien der Vatikan-Thriller "Das Geheimnis des Kardinals", der in Rom, Berlin und M├╝nchen spielt. Es geht um einen Priester aus Ost-Berlin, der nach der Wende im Westen zum Erzbischof von M├╝nchen wird und pl├Âtzlich als Papst-Kandidat gehandelt wird. Zugleich wird er mit einer s├╝ndhaften Geschichte aus seiner Vergangenheit konfrontiert. Es folgten "Das Geheimnis der Landr├Ątin", "Das Geheimnis der Seherin" und zuletzt "Der Kabarett-Killer".

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Na klar. F├╝r den "Kardinal" habe ich mich sehr intensiv mit dem Vatikan und der katholischen Kirche mit all ihren Facetten besch├Ąftigt, ich war sogar in Rom und habe im Vatikan recherchiert. Andere B├╝cher spielen in der Politik, mit der ich mich auch schon sehr lange befasse. Und der "Kabarett-Killer" spielt in der Kleinkunstszene. Da habe ich auch intensiv hinter die Kulissen geschaut. Ich schreibe am liebsten ├╝ber Themen, die mich auch privat interessieren. Da macht die Recherche richtig Spa├č.

Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten irgendwo, wo auf der Terrasse die Sonne scheint und man das Meeresrauschen h├Ârt. Aber da ich nur selten an solchen Orten bin, schreibe ich genauso gerne an einem normalen Schreibtisch in einem Arbeitszimmer, vor dessen Fenster Autos ├╝bers Kopfsteinpflaster donnern.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein. Es sei denn, man betrachtet kontinuierliche Zuf├╝hrung von koffeinhaltigen Hei├čgetr├Ąnken als Ritual.┬á

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Noch nichts Konkretes, aber ich w├╝rde gerne mal einen historischen Roman schreiben. Da habe ich einige Ideen im Kopf.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

F├╝r meinen Kirchen-Thriller haben mich gewiss die B├╝cher von Philipp Vandenberg inspiriert. Vielleicht auch ein bisschen Dan Brown.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Vandenberg finde ich sehr spannend. Ein Meister der Spannungsliteratur ist auch Andreas Eschbach. Ansonsten lese ich auch sehr gerne die Klassiker mit Sherlock Holmes und interessiere mich f├╝r neue Holmes-Geschichten von modernen Autoren. Ich lese auch gerne B├╝cher, die gar nichts mit dem zu tun haben, was ich selbst schreibe, z.B. Thriller wie "Gone Girl" oder alles von John Katzenbach.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Ich reise gerne, sowohl "Kurzstrecke" mal f├╝r ein Wochenende oder auch Fernreisen, um fremde L├Ąnder und Kulturen zu entdecken. Langstreckenfl├╝ge haben auch den Charme, dass man da so viel lesen kann.

Verr├Ątst du einen deiner W├╝nsche f├╝r deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erf├╝llen m├Âchtest?┬á

Ich m├Âchte mal in der Literatursendung von Denis Scheck richtig brutal verrissen werden.┬á

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, weil ich ja für sie schreibe. Ich freue mich, wenn sich jemand die Mühe macht, mir eine Mail zu schreiben und mir seine Meinung mitzuteilen. Auch wenn jemand auf einen Fehler hinweist, freut mich das, weil das zeigt, dass meine Bücher gelesen werden. Und natürlich schaue ich auch immer wieder, ob es neue Amazon-Rezensionen gibt. Das Urteil der Leser ist viel wichtiger als eine Kritik im Kulturteil der Zeitung. 

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Ich danke f├╝r Euer Interesse. Es ist mir eine gro├če Ehre, mit diesem Fragebogen in einer Reihe mit so vielen gro├čartigen Kolleginnen und Kollegen zu stehen.


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