Interview mit Joyce Summer

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten ­čśŐ

Vielen Dank f├╝r die Einladung zum Interview ­čśŐ

Magst du den Lesern kurz etwas ├╝ber dich erz├Ąhlen?

Ich lebe und arbeite mit meinem Lebensgef├Ąhrten haupts├Ąchlich im Norden, in Hamburg. Aber f├╝r meine B├╝cher zieht es mich

sowohl im Geiste als auch f├╝r die Recherche immer wieder in s├╝dliche Gefilde.

Seit wann schreibst du? 

Die Idee zu meinem ersten Krimi hatte ich schon vor fast neun Jahren, als ich f├╝r meine Lieblingsinsel, Madeira, keine passende Urlaubslekt├╝re fand. Da dachte ich, wieso schreibst du nicht einfach ├╝ber diese Insel.

Danach hat es noch ein paar Jahre gedauert, weil mir mein damaliger Job nicht so viel Zeit lie├č. Aber 2014 konnte ich dann endlich starten und 2015 ist dann mein erster Krimi, ┬╗Mord auf der Levada┬ź, erschienen.

Mittlerweile bin ich sogar hauptberuflich Schriftstellerin.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst?  

Schon mein Vater hat Science Fiction geschrieben und alle in meiner Familie verschlingen B├╝cher. Den Traum, selbst einmal Autorin zu werden hatte ich schon sehr lange und ich bin sehr gl├╝cklich und dankbar, dass ich ihn mir erf├╝llen konnte.

Welche B├╝cher hast du bisher ver├Âffentlicht?

Zwei Krimis und eine Kurzgeschichte. 

1. ┬╗Mord auf der Levada┬ź - Ein Madeira-Krimi und Paulines erster Fall

2. ┬╗Malteser Morde┬ź . Ein Malta-Krimi und der zweite Fall f├╝r meine Hamburger Caf├ębesitzerin Pauline und Ehemann Ben

3. ┬╗Paulines Weihnachtszauber┬ź - Eine weihnachtliche Kurzgeschichte mit ein bisschen Magie, die ebenfalls auf Madeira spielt und an die Handlung von ┬╗Mord auf der Levada┬ź anschlie├čt.

Der n├Ąchste Madeira-Krimi ist zur Zeit im Korrektorat und wird im August erscheinen. Es ist der Auftakt zu einer neuen Krimiserie rund um den Comiss├írio Avila, seiner Ehefrau Leticia und seinem treuen Assistenten Vasconcellos, die der ein oder anderen Leser schon aus ┬╗Mord auf der Levada┬ź kennt.

Hast du für deine Bücher recherchiert? 

Ja, sehr intensiv. Mir ist es wichtig, dass ich die Orte kenne, ├╝ber die ich schreibe. Nur so kann ich meinem Leser vermitteln, wie der Ort schmeckt, riecht und sich anf├╝hlt. Auf Madeira sind wir sehr oft, wir haben gute Freunde dort und ein Wunsch ist es, sich auf der Insel eines Tages niederzulassen.

Aber auch Malta kenne ich durch diverse Reisen sehr gut. 

Da meine Geschichten immer auf wahren Begebenheiten beruhen, z.B. der Tod des letzten Habsburger Kaisers auf Madeira oder die Schlacht des Johanniter-Ordens gegen die Osmanen im Jahr 1565, ist auch eine intensive Recherche und Auseinandersetzung mit der Geschichte entscheidend.

Wo schreibst du am liebsten?

Sehr gerne in sch├Ânen Caf├ęs. Zum Gl├╝ck habe ich direkt in Winterhude ein zweites gem├╝tliches Zuhause gefunden. Aber ich habe auch kein Problem, an meinem Schreibtisch oder am K├╝chentisch zu arbeiten.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Morgens um 8 Uhr geht es meistens los. Vorab brauche ich aber einen guten Kaffee oder Latte Macchiato. Da halte ich es wie mein Comiss├írio ÔÇô ohne einen anst├Ąndigen Schuss Koffein geht gar nichts.

Hast du eine neues Projekt, das du uns schon verraten kannst? 

Es wird ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus ┬╗Malteser Morde┬ź geben, f├╝r den ich noch ganz viele Geschichten im Kopf habe. Daf├╝r wird es dann aber nicht auf eine Insel, sondern nach S├╝dafrika gehen. Ich hoffe, meine Leser im n├Ąchsten Jahr mit dieser neuen Krimiserie begeistern zu k├Ânnen.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat? 

Nein, eigentlich nicht. Ich denke es ist sehr wichtig, dass man seinen eigenen Stil findet.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren? 

Ich lese sehr gerne B├╝cher von Haruki Murakami, weil sie so sch├Ân spannende Handlungen mit Tr├Ąumereien verbinden. Wie er es immer wieder schafft, aus einer eigentlich kurz erz├Ąhlten Kernhandlung eine fesselnde Geschichte zu machen, ist einfach toll.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Seit ein paar Jahren fahre ich Kajak, was sich in Hamburg bei dem Wasser auch anbietet. Au├čerdem ist es wunderbar variabel, je nachdem in welchem Boot man sitzt. Man kann auf Geschwindigkeit in schmalen Tourenkajaks fahren, mit einem Playboot spielen oder aber im Seekajak die K├╝sten erkunden. F├╝r mich gibt es da noch viel zu lernen und zu entdecken.

Ansonsten erkundigen wir auch gerne mal auf Inline-Skates Hamburg oder das Umland.

Verr├Ątst du einen deiner W├╝nsche f├╝r deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erf├╝llen m├Âchtest?┬á

Mein einer gro├čer Traum, Autorin zu sein, ist schon in Erf├╝llung gegangen. Jetzt w├╝nsche ich mir, dass ich dies noch viele Jahre machen kann und vielleicht auch an einem der Orte, an die es Pauline und Ben immer wieder zieht.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern? 

Sehr wichtig, es hilft mir, mich weiter zu entwickeln. Au├čerdem gibt es nichts sch├Âneres, als wenn ich h├Âre, dass jemand aufgrund meiner B├╝cher an die Orte reist, die ich darin beschreibe. Dann wei├č ich, dass ich meine Begeisterung f├╝r den Ort vermitteln konnte.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen? 

Vielen Dank, dass ihr Freude an meinen B├╝chern habt und mir so sch├Âne R├╝ckmeldungen gebt.


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Kommentare: 1
  • #1

    Joyce Summer (Mittwoch, 05 Juli 2017)

    Liebe Bianca,
    sch├Ân, dass dieses Interview in deinem Krimiblog ein Pl├Ątzchen gefunden hat ;-).
    Liebe Gr├╝├če aus dem Norden,
    Joyce