Interview mit Petra Gabriel

© Amin Akhtar

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 😊

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Über mich? Ich bin wohl eine Frau mit Nomadengen, sowohl was die Themen meiner Bücher als auch den Drang betrifft, in Bewegung zu bleiben. Ich mag es, Neues zu erfahren, über die Wunder dieser Welt zu staunen, zu lachen – im Zweifel über mich selbst.

Seit wann schreibst du?

Seit ich lesen kann.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Als mein erster Roman „Zeit des Lavendels“ erschien, war ich seit bereits vielen Jahren Redakteurin in der Lokalredaktion Bad Säckingen des Südkurier, einer Tageszeitung mit Sitz in Konstanz. Im Journalismus, wie ich ihn verstehe zumindest, ist Objektivität angesagt. Ich wollte aber auch einmal Partei ergreifen können, wollte zudem verstehen, wie die Dinge, wie die Welt wurde wie sie ist, frei nach der alten Indianerweisheit: Woher willst Du wissen wohin Du gehst, wenn Du nicht weißt, woher Du kommst.

Ab wann wusstest du, dass du Autorin werden willst? 

Ich glaube, das Schreiben ist einfach Teil meines Wesens.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

Es sind inzwischen rund 20. Alle finden sich unter www.petra-gabriel.de

Da sind natürlich die historischen Romane, mit denen alles begann. Inzwischen sind es sieben, der achte „Der Sohn der Welfin“ erscheint im Juli im Gmeiner Verlag. Vier davon („Zeit des Lavendels“, „Die Gefangene des Kardinals“, „Waldos Lied“ sowie „Die Köchin und der König“) bieten ein historisches Panorama der Region im Dreiländereck Baden/Frankreich/Nordwestschweiz vom 11. bis ins 16. Jahrhundert, die drei ersten haben als E-Books eine Neuauflage erfahren. „Die Konkubine“erzählt eine deutsch-chinesische Liebesgeschichte, sie basiert auf den Briefen, die mein Großvater zwischen 1902 bis 1904 aus Tsingtau/China an seine Schwester Martha in Berlin schrieb. Dazu gesellte sich die abenteuerliche Entstehungsgeschichte der ersten Amerikakarte, beschrieben in „Der Kartograph“ und eine Geschichte aus der Zeit des Konzils von Konstanz (1414-1418): „Der Ketzer und das Mädchen.“ Über Macht und Magie von Musik habe ich in meinem Mystery-Roman „Der Klang des Regenbogens“ geschrieben, und in „Hanna himmelwärts“ darüber, wie ein Mädchen fliegen lernt.

Neben der Historie und anderem, was sich zwischen Himmel und Erde so tut, schwelt in mir auch die Leidenschaft für den Kriminalroman. Bisher sind vier Krimis um die Laufenburger Kommissarin Iris Terheyde entstanden, der vorerst jüngste: „Hochrheingold“; der fünfte wird nächstes Jahr erscheinen. Außerdem habe ich zusammen mit Horst Bosetzky (-ky) Berlinkrimis für die Kommissar-Kappe-Reihe des Berliner Jaron Verlags geschrieben, auch da sind es vier. Der jüngste: „Tod eines Clowns“, der fünfte folgt ebenfalls 2018. Und weil immer noch kriminelle Energie übrig war, erschien im Emons Verlag ein Eifelkrimi (inklusive Liebesrezepten) mit dem Titel: „Die Eifel ist der Liebe Tod“.

Außerdem war ich bis März 2016 für den Herder Verlag ein Jahr auf Kuba und habe dort gelebt. Folgerichtig heißt das Buch auch „Ein Jahr auf Kuba“.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Natürlich. Für alle. Bei aller Fantasie, die Fakten müssen stimmen.

Wo schreibst du am liebsten?

Am Wasser.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Nein.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

Demnächst erscheint im Gmeiner Verlag Messkirch „Der Sohn der Welfin“ ( http://www.gmeiner-verlag.de/historische-romane/titel/1644-der-sohn-der-welfin.html) über die schwierige Kindheit und Jugend des Mannes, der als Kaiser Rotbart in die Geschichtsbücher, aber auch in die Legenden einging. Ein Berlinkrimi und ein Hochrheinkrimi sind in Arbeit.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Ganz sicher Ernest Hemingway, Balsac, Philip Roth, Paul Auster, Urs Widmer, Simone de Beauvoir, Isabel Allende, Alice Walker – ach, es gibt so viele.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

s.o.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Schreiben 

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich hätte gerne ein Haus am See.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Ich brauche es unbedingt. Ohne dieses Feedback hätte ich viel weniger Chancen zu lernen, zu wachsen, besser zu werden.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Ich freue mich darauf, Ihnen zu begegnen. Sei es durch meine Bücher oder bei Lesungen.


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